Schalom Ben-Chorin
(20. Juli 1913 München - 7. Mai 1999 Jerusalem)


Ein Leben der Begegnungen
von Immanuel Jacobs

"Baumeister des Dialogs"
Zur Erinnerung an Schalom Ben-Chorin

Das letzte Interview mit Schalom Ben-Chorin
von Tobias Raschke


Ein Leben der Begegnungen
von Immanuel Jacobs


Als ich noch ein junger Student war, schickte mich Abt Laurentius Klein am ersten Sabbat in Jerusalem in die Har-El Synagoge mit den Worten: "Du erlebst dort einen außergewöhnlichen Menschen, der ein Judentum verkörpert, das zum Dialog herausfordert."

Als Schalom Ben-Chorin uns in Deutsch in der Synagoge begrüßte, lief es mir kalt den Rücken hinunter. Eine Stimme, die durch-dringend, aber zugleich einladend war.


Es war eine Begegnung, der unzählige folgen sollten; Begegnungen, in denen wir uns vorsichtig näher kamen, ohne eine Eistanz zu verlieren, die er immer bewahrte und die ihn ausgezeichnet hat.

 
Schalom Ben-Chorin erzählte selten von den schweren Jahren vor seiner Einwanderung nach Israel. Er ist am 20. Juli 1913 in München geboren, hieß Fritz Rosenthal und wuchs in einer assimilierten Familie auf. Aber schon als Jugendlicher machte er sich auf die Suche nach einer religiösen Heimat und zog in die jüdisch-orthodoxe Familie eines Freundes in München. Dort lernte er eine streng gottesfürchtige Welt kennen; aber auch die Orthodoxie ließ er bald zurück und machte sich schon während seines Studiums der Germanistik und vergleichenden Religionswissenschaften auf die Suche nach einem neuen Weg.
1935 emigrierte er nach schweren Misshandlungen nach Jerusalem und nahm sehr bewusst den Namen Schalom Ben-Chorin (Friede - Sohn der Freiheit) an. Er war sich der Freiheit bewusst, die ihm geschenkt war, und er war und blieb ein Mensch des Friedens und der Begegnung. Trotz des unvorstellbaren Leids, das seinem Volk in der NS-Zeit widerfahren war und das Zeit seines Lebens eine tiefe Wunde in ihm hinterließ, suchte er immer wieder den Neubeginn im Gespräch - vor allem mit jungen Menschen aus Deutschland. So begleitete er u.a. die jungen Leute der Aktion Sühnezeichen und die Studenten des Theologischen Studienjahres auf dem Zionsberg. Er versuchte als ein lebendiges Zeugnis, Menschen für Gott und das Judentum zu begeistern.

Sein Glaube war stark und offen; so unendlich gut Schalom Ben-Chorin erzählen konnte, er konnte auch zuhören. Er hatte einen blitzscharfen Verstand und oft ungewöhnliche, überraschende Denk- und Frageansätze. Um ihn herum war es immer lebendig, und er schuf eine Atmosphäre, die Menschen zusammen-führte.

Er war ein Mensch der Sprache, die in seiner Stimme und seinen Gebärden eine ungewöhnliche Einheit darstellte. Wer versucht, ihn einzuordnen in die Reihe der Philosophen oder Theologen, der Schriftsteller oder Journalisten, der Professoren oder Dichter, der wird ihm immer irgendwo ungerecht werden. Er war dies alles und war es doch nicht. Sicher - er hat viele Artikel für Zeitschriften und viele Bücher geschrieben. Sein "Bruder Jesus" und seine "Mutter Mirjam" haben uns geprägt in unserem Verständnis des Judentums und des Christentums; er hat auch unzählige Vorlesungen an Universitäten, Akademien und Kongressen gehalten; in ihm hat das Reformjudentum in Israel seinen Gründer, und man konnte herrlich mit ihm über philosophische Themen streiten. Aber sobald man ihn auf Kirchentagen, auf Kanzeln und in anschließenden Diskussionen erlebte, dann spürte man, dass er in kein Register passte.

Schalom Ben-Chorin war viel unterwegs, denn Begegnung fordert das Unterwegssein. Der zentrale Mittelpunkt seines Lebens aber war Jerusalem. Im Zentrum Israels und des Judentums gehörte er zum Kreis der deutsch-jüdischen Kulturelite, die das 20. Jahrhundert mitprägten: Max Brod, Else Lasker-Schüler, Arnold Zweig und viele andere waren Weggefährten. Am intensivsten geprägt hat ihn die Begegnung mit Martin Buber, seinem Lehrer und Freund. Mit ihm zusammen suchte er neue Wege für ein freies Judentum, das verkrustete Strukturen und Traditionen aufbrechen wollte. Wenn wir mit ihm über die "Erwählung Israels" diskutierten, so versuchte er uns immer wieder klarzumachen, dass es nicht um eine höhere Wertigkeit des jüdischen Volkes geht, sondern um eine Aufforderung aus dem Glauben, Vorbild zu sein. Dies war auch sein Maßstab im politischen Denken, wo er Verständigung und Aussöhnung suchte und für ein Land der Verheißung für Israelis und Palästinenser eintrat.

Wenn es im 20. Jahrhundert einen Menschen gab, der nach dem Zusam-menbruch Deutschlands das deutsch-israelische und das christlich-jüdische Gespräch herausgefordert und geprägt hat, dann war es Schalom Ben-Chorin. Sein Le-ben steht für die Begegnung von Völkern und Religionen: "Er suchte den Frieden und jagte ihm nach" - wie er es im Psalm liest.

Er wurde für sein Engagement vielfach geehrt und ausgezeichnet. So erhielt er u.a. den Leo-Baeck-Preis, die Buber-Rosenzweig-Medaille, das Große Bundes-verdienstkreuz und in seiner Geburtsstadt München auch den Bayrischen Verdienst-orden. Die Universität München und die kath. theol. Fakultät der Universität Bonn haben ihm die Ehrendoktorwürde verliehen.


So ernsthaft und kämpferisch er seine Ziele auch verfolgte, er war ein Mensch, der das Leben in seiner Schönheit und Freude genießen konnte. Er konnte lachen und feiern, und er konnte arbeiten, schreiben, beten und singen; in seiner Art: ganz und einzig.

Als er einmal gefragt wurde, was bleiben wird von seinem Leben, sagte er: "Ich habe das Gefühl, fast die Gewissheit: ein Buch und ein Gedicht. Das Buch 'Bruder Jesus' und das Gedicht 'Das Zeichen'. Ich darf mit dieser CD ergänzen: es bleibt auch Seine Stimme - betend, vertrauensvoll und einfordernd.

Schalom Ben-Chorin starb am 07. Mai 1999 in Jerusalem, aber er wird bei uns bleiben: weil "das Leben siegt".
 
     
     

"Baumeister des Dialogs":

Zur Erinnerung an Schalom Ben-Chorin


Schalom Ben-Chorin (der Name bedeutet "Friede Sohn der Freiheit") kam als Fritz Rosenthal zur Welt und wuchs in einer gebildeten jüdischen Kaufmannsfamilie auf. Als Fünfzehnjähriger verliess er das assimilierte Elternhaus, um zeitweilig in einer streng jüdisch- orthodoxen Familie zu den Wurzeln des Judentums zu finden und schloss sich ausserdem der zionistischen Jugendbewegung "Kadima" an.

In München studierte Fritz Rosenthal Germanistik und Religionswissenschaft. Nach wiederholten Verhaftungen und Misshandlungen durch Nazi-Schergen verliess er 1935 das Deutsche Reich und übersiedelte nach Jerusalem.

Hier nahm er den Namen "Ben-Chorin" an, unter dem er in München bereits als Autor von Lyrik und Essays bekannt geworden war. In Jerusalem arbeitete er zunächst als Journalist und Schriftsteller. 1958 gründete er dort die erste reformierte Gemeinde und Synagoge (Har El) und somit die israelische Reformbewegung.

Ab 1956 kam Ben-Chorin zu Vorträgen und Gastvorlesungen erstmals wieder nach Deutschland. 1975 lehrte er als Gastprofessor an der Universität Tübingen, 1980 an der LMU München, dann an der theologischen Hochschule der Dormitio Abtei in Jerusalem. 1961 war er Mitbegründer der "Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen" beim Evangelischen Kirchentag.

Schalom Ben-Chorins schriftstellerisches Werk umfaßt Lyrik, Essays und Prosa. 1936-1941 war er Mitherausgeber von deutschsprachigen Anthologien jüdischer Dichter in Palästina. In den 40er Jahren verlegte er den Schwerpunkt seiner Schreibtätigkeit vom Literarischen hin zur theoretischen und essayistischen Behandlung theologischer Fragen im Judentum und Christentum. Martin Buber bezeichnete er immer als seinen Lehrer und widmete ihm bereits im Jahre 1931 sein Büchlein "Die seltsame Gemeinde - ein Legendenbuch". 1966 veröffentlichte er seine Aufzeichnungen der Gespräche im Buch "Zwiesprache mit Martin Buber".

Ben-Chorin versuchte schon in den 40er Jahren neue Wege des Dialogs zwischen Judentum und Christentum in Palästina / Erez Israel, insbesondere mit dem schottischen Pfarrer G.L.B.Sloan, Tiberias. Unter anderem markierte Ben-Chorin mit der Trilogie "Die Heimkehr" (Jesus, Paulus und Maria in jüdischer Sicht) seine Position. Als in der Nachkriegszeit Christen in Deutschland nach jüdischen Partnern zur Aufnahme des jüdisch-christlichen Gesprächs suchten, fanden sie in Ben-Chorin eine glaubwürdige, kritische Persönlichkeit und Stimme der Versöhnung. Eines seiner großen Anliegen war, das Judentum als Wurzel des Christentums und die Gemeinsamkeiten sowie Trennlinien der beiden Religionen begreiflich zu machen.

Ende der 50er Jahre begann Ben-Chorins intensive, fast vierzig Jahre dauernde Publikations- und Vortragstätigkeit im Rahmen des jüdischchristlichen Dialogs. "Ben-Chorin ist ein Mann des Gesprächs, ein Brückenbauer, der durch seine intellektuellen Analysen Gegensätze überwindet", schrieb C. Bernd Sucher in der Süddeutschen Zeitung (20.7.1988) anläßlich des 75. Geburtstags von Schalom Ben-Chorin.

Zu den bekanntesten seiner über dreißig Bücher zählen die drei zur "Die Heimkehr"-Trilogie zusammengefaßten Bücher "Bruder Jesus" (1967), "Paulus" (1970), "Mutter Mirjam" (1971), die weiteste Verbreitung fanden und Ben-Chorins Autorität vor seiner deutschen Lesergemeinde begründeten. In Israel wurde der Autor niemals so bekannt wie in Deutschland, und nur zwei seiner Bücher erschienen auf Hebräisch. In München stellte Ben-Chorin 1993 sein Buch "Die Erwählung Israels" vor, in dem er diesen Begriff, der in der Vergangenheit zu vielen Mißverständnissen Anlaß gab, unter theologischen und politischen Aspekten beleuchtet.

Zahlreiche Übersetzungen seiner Werke erschienen auf Französisch, Italienisch, Holländisch, Portugiesisch und Japanisch. Zum 80. Geburtstag zeichnete die Bundesregierung Schalom Ben-Chorin 1993 mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern aus. Er sei ein Symbol dafür, daß gegenseitiges Verständnis in den "besonderen” deutsch-israelischen Beziehungen möglich sei", hieß es in der Einladung zur Ordensvergabe. Seine "geistige Heimat zwischen Jordan und Isar", so sagte Ben-Chorin einmal, sei ein "besonderes Zweistromland".

 

Das letzte Interview

von Tobias Raschke

"Das muß ein Münchner sein", meinte der 85jährige Religionsphilosoph und Schriftsteller gleich, nachdem ich ihn mit "Grüß Gott" begrüßt hatte. Nach langer Zeit des Leidens und Abschiednehmens starb Schalom Ben-Chorin am 7.Mai 1999 in Jerusalem.

Als jemand, der ihn noch kennenlernen durfte, verspüre ich tiefes Glück, diesem Urmünchner begegnet zu sein, der es geschafft hat mit seinen Büchern, vor allem "Bruder Jesus" aus der Triologie "Die Heimkehr", die Verbindungen von Judentum und Christentum klarzustellen und damit aufzuzeigen, daß sich diese beiden Religionen näher stehen, als den meisten bewußt ist.

In den letzten Monaten hatte ich mehrmals die Gelegenheit mit diesem "Baumeister des christlich-jüdischen Dialogs" - wie es der Probst der evangelischen Erlösergemeinde bei der Beerdigung ausdrückte - bei Besuchen zu sprechen. Meistens verspürte der lebenserfahrene "Sohn der Freiheit" (Ben Chorin) aber eine tiefe Müdigkeit, kein Wunder angesichts der vielen Bücher die er schrieb und der bis vor drei Jahren gehaltenen Vorträge. Sein "ich möchte die Augen schließen," vor dem üblichen Mittagsschlaf klingt mir noch in den Ohren.

Zu Beginn des jüdischen Lichterfestes Chanukkah hörte ich ihn noch singen, eine wunderschöne Stimme eines ungewöhnlichen Mannes, dessen Reformversuche des Judentums im orthodoxen Jerusalem auf Widerstand stießen.Ob seine Hoffnung, daß sich die Religionen näher rücken, je Realität wird, bleibt angesichts der derzeitigen politschen Entwicklungen in Richtung Fundamentalismus fraglich.

Tobias Raschke (TR): Sie sagten einmal, es sei eine alte Erfahrung, daß das Einzige, was man aus Geschichte lernen könne, die Tatsache sei, daß man nichts aus ihr lernt. Sind Sie davon noch immer überzeugt?

SCHALOM BEN-CHORIN: Nein, nicht mehr ganz. Es hat sich im Lauf der Geschichte doch vieles positiv verändert, angefangen von der deutsch-französischen Freundschaft bis zum Aufbruch des Ost-West-Gegensatzes.

TR: Sie haben sich sehr stark für den christlich-jüdischen Dialog eingesetzt. Wie soll er im neuen Jahrtausend weitergehen?

SCHALOM BEN-CHORIN: Meine Hoffnung ist, daß sich die Religionen näher kommen, indem sie ihre Wurzeln erkennen. Judentum und Christentum haben denselben Ursprung und haben dies noch nicht erkannt. Jetzt kommt man sich langsam näher. In der Hauptstadt der Religionen, Jerusalem – so hoffe ich – könnte ein Zentrum des christlich-jüdischen Dialogs entstehen.

TR: Wie stehen die Chancen für eine Einbindung des Islam in einen Dialog der drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam?

SCHALOM BEN-CHORIN: Der Islam ist noch nicht soweit. Man darf in diesen Fragen nicht ungeduldig sein. Eine Einbeziehung des Islams wäre verfrüht.

TR: Ihr Sohn ist Rabbiner geworden.

SCHALOM BEN-CHORIN: Er ist jetzt in Zürich tätig. Das er Rabbi geworden ist, hat mich sehr gefreut. Aber noch mehr hätte ich mich gefreut, wenn er hier hätte bleiben können. Natürlich ist er ein Reform-Rabbi, ganz in meinen Fußstapfen. Hier hätte er große Schwierigkeiten, die er dort nicht hat.

TR: Vor einiger Zeit wurde Edith Stein heilig gesprochen. Haben Sie sich mit dieser christlich-jüdischen
"Märtyrerin" einmal beschäftigt?

SCHALOM BEN-CHORIN: Edith Stein ist eine jüdische Märtyrerin. Nicht in ihrer Eigenschaft als Nonne, sondern als Jüdin wurde sie umgebracht. Die Heiligsprechung ist dennoch nicht unerfreulich, da dies eine Annäherung zwischen Judentum und Christentum bedeutet. In der Begründung der Heiligsprechung heißt es, daß sie "treu ihrem jüdischen Ursprung und eine gläubige ihrer Kirche" war. Diese Begründung kam vorher noch nie vor.

TR: Zwei bedeutende Städte sind Ihnen im Lauf der Zeit Heimat geworden. Welche Unterschiede zwischen Ihrer Geburtsstadt München und Jerusalem, Ihrem Lebensmittelpunkt seit über 63 Jahren, sind am auffälligsten?

SCHALOM BEN-CHORIN: Es gibt sehr große Unterschiede in der Mentalität. In München war der Antisemitismus sehr latent. Nach dem Krieg hab ich das zwar nicht mehr so empfunden, dennoch ist der Antisemitismus aus der Geschichte dieser Stadt nicht wegzudenken. Von Jerusalem hab ich in meiner Jugend geträumt, daß ich es tatsächlich hierher geschafft habe, ist den bösen Umständen zu verdanken, denn ganz freiwillig bin ich ja nicht gegangen. Doch zwischen Traum und Wirklichkeit besteht eine Differenz.

TR: "Gehören sie nicht zusammen, Frieden und Freiheit ...und sind Ziel unserer Existenz?" fragten Sie einmal. Der Frieden in Israel ist noch nicht verwirklicht.

SCHALOM BEN-CHORIN: Friede ist immer eine Sache von mindestens zwei Partnern. Solange man miteinander redet und nicht schießt, ist das schon ein Fortschritt.

TR: Sehen Sie in diesem Konflikt eine Lösung?

SCHALOM BEN-CHORIN: Ich besitze keine prophetischen Kompetenzen. Wir dürfen aber nicht ermüden, den Weg des Friedens und der Versöhnung zu gehen. Die Gesellschaft in Israel ist ziemlich gespalten. Der innere Konflikt ist noch viel schwerer wie der äußere mit den Arabern.

TR: Ausgehend von Ihrer journalistischen Tätigkeit in München haben Sie auch später in Israel geschrieben. In welcher Sprache und für wen haben Sie geschrieben?

SCHALOM BEN-CHORIN: Hauptsächlich auf Deutsch und für deutschsprachige Medien. Seltener hab ich ein Interview in Iwrith geführt. Mein publizistisches Leben spielte sich deutsch ab. In der deutschen Sprache fühle ich mich zu Hause.

TR: In der Betrachtung Ihrer Jugendzeit beschreiben Sie die "Schule als Gefängnis des Künstlers." Sie haben die von Heinrich Mann beschriebene "Untertanenmentalität" in München live erlebt. Wie hat sich - im Verhältnis zu damals – die Jugend, ihren Erfahrungen von Begegnungen mit jungen Menschen nach, verändert?

SCHALOM BEN-CHORIN: Die Jugend heute ist viel offener und traut sich auch Fragen zu stellen. Sie fühlt sich mündiger. Auch wenn es natürlich Unterschiede gibt zwischen den Mentalitäten hier und in Deutschland. Die deutsche Jugend war untertänig. Durch den Abstand der Generationen herrscht heute viel stärker eine europäische Mentalität vor. Ganz im Gegenteil zu früher ist beispielsweise die deutsch-französische Erbfeindschaft ganz aus der Mode gekommen.

TR: Herr Ben-Chorin, wir danken für das Gespräch.